#Menschlichkeit steht Dir am besten - Kampagne zur Fashion Week

Epic Escape ist keine Modemarke für teure Kleidung im „Destroyed Look“. Und die Models sind keine Models, sondern Flüchtlinge. Sie erzählen bewegende Geschichten ihrer Flucht aus Syrien.

Damit wecken wir mehr Verständnis, Respekt und Empathie für geflüchtete Menschen, um die Hilfsbereitschaft zu fördern. Mit der Bildsprache der Fashionwelt appellieren wir an den guten zwischenmenschlichen Stil: #menschlichkeit steht dir am besten.


Angehörige im
Syrienkrieg verloren.

najd

Ich habe schon immer davon geträumt, einmal den Eiffelturm zu sehen – aber nicht so.

Nicht von einer Parkbank aus, auf der ich bei nasskaltem Wetter umringt von Ratten übernachten musste. Nicht nach einer langen und harten Flucht aus Syrien nach Europa. Paris war mein Tiefpunkt, obwohl ich zuvor schon so viel Schlimmes erlebt hatte.

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    Ein Fremder im eigenen Land

    Wenn man nichts verändern kann, muss man gehen … Die Situation im Land ließ sich nicht ändern. Der Krieg hat alles zerstört. Nicht nur, dass es lebensgefährlich war – man bekam keinen Job und selbst wenn, verdiente man nicht genug. Man konnte nicht zukunftsorientiert leben, sondern nur noch im Moment. Als würde der Krieg nicht genug sein, wurde ich von meinen Landsleuten diskriminiert, weil meine Wurzeln in Palästina liegen. Ich bin zwar in Syrien geboren und habe in Damaskus gelebt, aber das war ihnen egal. „Du bist nicht von hier!“ haben sie gerufen. Eigentlich meinten sie damit: „Du gehörst nicht hierher.“ Das hat mich tief getroffen und war der Zeitpunkt, an dem ich beschloss, das Land zu verlassen. Die Suche nach Hoffnung wird begraben, wenn du merkst, da ist nichts mehr.

    Bombenangriff

    Einmal war ich in der Altstadt mit einem Freund unterwegs. Da gibt es viele schöne Restaurants und Shisha-Bars. Wir hatten eine Pfeife geraucht und etwas getrunken und machten uns gerade zu Fuß auf den Heimweg. Da fielen plötzlich Bomben. Ich konnte die Splitter hören. In diesem Moment hätte ich sterben können. Wir sind einfach losgerannt, schauten nicht zurück. Hauptsache weg!
    Aus meiner Familie und meinem Freundeskreis habe ich fünf Menschen im Krieg verloren.

    Mein Entschluss

    Mein Cousin war es, der mir und meiner Familie verkündete, dass er fliehen will. Mein Bruder weigerte sich mitzugehen, weil er seinen Master an der Uni noch zu Ende machen wollte. Mittlerweile ist er übrigens nach Hamburg geflohen. Eine Schwester ist jetzt in den Niederlanden und die andere ist in Damaskus bei meinen Eltern geblieben. Ich hingegen wollte mich sofort meinem Cousin anschließen. Wir dachten nicht lange nach. In zwei Tagen wollte er losmarschieren. Ich habe meinen Rucksack genommen und Jacke, Hose, Jeans, T-Shirts, Pullover eingepackt. Ich dachte mir schon, dass es kalt werden könnte.

    Unsere Flucht

    Mein Cousin kannte einen Schmuggler, der uns in die Türkei mitnahm. Dort trennten sich dann auch schon unsere Wege. Mein Cousin beschloss über Griechenland zu reisen. Ich hingegen wollte direkt ein Boot nach Italien nehmen. Für manche vielleicht nicht nachvollziehbar. Aber für mich macht es keinen Unterschied, ob ich alleine oder in Begleitung reise. Ich treffe für mich und mein Leben die Entscheidungen. Alleine zu reisen ermöglicht mir, so auf Situationen zu reagieren, wie es meinem persönlichen Empfinden nach am Sichersten ist.

    Auf dem offenen Meer

    In der Türkei stieg ich in ein Boot mit 300 Menschen an Bord und Italien als Ziel. Leider betrogen uns die Schmuggler. Sie nahmen nicht den direkten Weg an die italienische Küste, sondern machten einen Zwischenhalt in Ägypten und taten so, als würden sie dort Lebensmittel für uns besorgen. Doch stattdessen nahmen sie noch mehr Leute mit! Das war hochriskant: Hätte uns die Küstenwache aufgegriffen, wären wir zurück nach Syrien geschickt worden und komplett erledigt gewesen! Es gab auf dem Boot kaum Platz, um sich zu bewegen. Man konnte nur stehen oder liegen. Es gab keine Waschmöglichkeiten – nur Toiletten, die diese Bezeichnung nicht verdienten.

    Das Wasser an Bord war grauenvoll. Ich konnte es nicht trinken. Beim ersten Mal habe ich mich sofort übergeben. Die wenigen Lebensmittel an Bord sollten uns gerade so am Leben halten. Einmal aß jemand im Boot eine Orange – was hätte ich dafür gegeben!

    Seenot

    Dann folgte wieder ohne Absprache mit uns ein Zwischenhalt! Diesmal in Libyen. Dort wechselten wir das Boot. Das erste Boot war aus Metall gewesen, also einigermaßen sicher. Aber das zweite war nun ein Holzboot und maximal für 100 Personen gedacht. Wir aber waren mindestens 150 Menschen an Bord! Obendrein floss das Wasser hinein und wurde mit einer Maschine herausgepumpt. Wäre diese Pumpe ausgefallen, wäre das Boot komplett mit Wasser vollgelaufen! Es war so gefährlich … Und als das Boot dann tatsächlich volllief, kontaktierten wir die italienische Küstenwache. Wir sollen zurück nach Libyen, sagten die Polizisten, weil wir uns näher an der afrikanischen als an der italienischen Küste befänden. Das war keine Option! An der libyschen Küste hätten sie uns ausgeraubt oder sogar umgebracht. Also fuhren wir einfach weiter nach Italien. Dann die Erlösung: Die italienische Küstenwache informierte uns, dass gerade ein großer Frachter Richtung USA unterwegs sei und einen Umweg machen würde, um uns zu retten!
    Man muss sich das mal vorstellen: Die Schmuggler hatten behauptet, dass wir mit dem Holzboot nur sieben Stunden für die Überfahrt brauchen würden. Selbst mit dem riesigen Frachter fuhren wir anderthalb Tage über das Mittelmeer! Wären wir im Holzboot geblieben, hätten wir Italien niemals lebend erreicht.

    Endlich an Land

    Als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, musste ich sofort meinen Eltern Bescheid sagen, dass ich noch lebe. Insgesamt war ich ja 14 Tage auf hoher See unterwegs – ohne Empfang.
    In Italien nahm ich die Bahn nach Nancy in Frankreich. Von dort ging es weiter nach Paris. Dort musste ich auf der Straße übernachten, weil nachts kein Zug mehr fuhr. Im Bahnhof hätte mich die Polizei aufgegabelt. Wer die Polizisten in Syrien kennt, hat Angst vor jedem Polizisten. Sie galt es zu meiden. Das gleiche passierte mir in Amsterdam, wo mich dann endlich ein Freund abholte und mitnahm.
    Meine gesamte Reise von Damaskus nach Hamburg dauerte zwei Monate.

    Angekommen

    Ich konzentriere mich jetzt darauf, deutsch zu lernen, damit ich weiterkomme. Ich möchte mich weiterentwickeln und mir damit selbst mehr Möglichkeiten für die Zukunft schaffen. Und irgendwann mein BWL-Studium beenden!

    Was bleibt sind die Erinnerungen und der Humor

    Wie ich all diese Erlebnisse ertrage? Meinen Cousin frage ich zum Beispiel immer: „Was haben die Türken mit dir gemacht, als sie dich an der Grenze geschnappt haben?“ Ich versuche einfach, aus meinen Erfahrungen eine lustige Geschichte zu machen.

    Najd hat auf seiner Flucht über den Seeweg unmenschliches Leid gesehen und erfahren. Damit es anderen besser geht, steht er Pate für das Projekt „Einsatz der SEA WATCH 2 zur Seenotrettung im Mittelmeer!“ Spende hier.

    „menschlichkeit steht
    dir am besten.“

minuten bombenangriff
in der uni überlebt.

Yara

Mit nur einem Kleid und einem Pyjama kam ich in Holland an.

Denn in Österreich haben wir unser restliches Gepäck weggeworfen, damit man nicht erkennt, dass wir syrische Flüchtlinge sind. Heute hätte ich meine Kleidung gerne wieder, weil sie eine Erinnerung gewesen wäre – zwar an schlechte Zeiten, aber immerhin eine Erinnerung …

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    Der Krieg zu Hause

    Als der Krieg begann und die ersten Bomben fielen, konnte ich es zuerst nicht glauben. Nach einigen Monaten gewöhnte ich mich daran. Wenn ich dann einen Bombeneinschlag hörte, hat es mir nicht mehr soviel ausgemacht. Bedeutete das doch, dass nicht ich getroffen wurde. Nach einem Bombenangriff stoppt das gesamte Leben um einen herum. An manchen Tagen kann man das Haus nicht mehr verlassen. Ich sah Tote und Verletzte vor meinem Haus.

    Eines Tages konnten meine Schwester und ich nicht mehr in die Uni gehen, weil es draußen zu gefährlich wurde. Nach drei Jahren musste ich mein Chemie-Studium unterbrechen. Ich erinnere mich an einen schweren Bombenangriff auf die Uni. Wir gingen in den Luftschutzkeller und warteten dort eine Stunde. Keiner wusste, ob es sicher war, das Gebäude zu verlassen. Jeder war für sich selbst verantwortlich. Einige sind in der Uni geblieben, andere gingen das Risiko ein und verließen das Gebäude. Unter diesen Menschen war ich. Zum Glück passierte mir nichts. In dieser lebensgefährlichen Situation fühlte ich nichts, sondern handelte nur rational.

    So viele Tote

    Ein anderes Mal gab es in meiner Straße einen sehr schweren Luftangriff. Es starben so viele Menschen – wir konnten die Toten nicht mehr zählen. Jeder hatte Angst, dass es wieder passiert. In unser Haus konnten wir nicht mehr zurück, weil alles abgesperrt war. Nur Kleidung und wichtige Dokumente konnten wir retten. Alle anderen Sachen mussten wir zurücklassen und bei Freunden wohnen.

    Unsere flucht

    Als es in Damaskus zu gefährlich wurde, floh ich mit meiner Mutter, meiner Schwester und meinem Bruder. Wir Frauen trugen Hijabs, als wir Gebiete überquerten, die von ISIS kontrolliert wurden. Wir fielen auf und man fragte uns: „Warum seid ihr ohne Mann unterwegs?“ Mein kleiner Bruder zählt noch nicht als Mann, er ist ja erst zwölf Jahre alt. Dadurch ließen wir uns aber nicht entmutigen.
    Wir wollten über die Grenze kommen. Da war eine Straße, die in die Türkei führte und wir nur eine halbe Stunde von der Grenze entfernt waren. Doch insgesamt hielten wir uns dort zwei Tage versteckt. In dieser Zeit wollten wir den richtigen Moment abpassen, um an den Wachen und der türkischen Armee vorbeizukommen. Wir haben es mehrmals versucht, aber jedes Mal wurden wir erwischt und mussten wieder zurück. Die Wachen dürfen einem eigentlich nichts tun, außer jemanden 24 Stunden ins Gefängnis zu sperren. Uns aber schlugen sie. Als wir das letzte Mal auf den Grenzübergang zurannten, fiel meine Schwester auf den Stacheldraht und schnitt sich Hände und Beine auf! Plötzlich waren die Wachen erstaunlich nett und halfen uns über die Grenze.
    Nach einer Woche in der Türkei fanden wir endlich einen Kontaktmann, der uns gegen Bezahlung einen Platz auf einem Gummiboot gab. Wir hatten Glück: Andere Menschen sind während der Überfahrt ertrunken oder haben Tage dafür gebraucht. Wir hingegen erreichten Griechenland nach drei Stunden auf dem Meer. Dort fuhren wir mit dem Bus bis zur mazedonischen Grenze. Von dort aus sind wir gelaufen – mit so vielen anderen Menschen! Die Schlange war lang! Gemeinsam sind wir fast durch ganz Mazedonien gelaufen. Wachposten haben uns den Weg gezeigt. Danach sind wir sieben Stunden lang in einem völlig überfüllten Zug nach Serbien gefahren. Das war hart und anstrengend. Die Männer standen fast die ganze Zeit, die Frauen saßen. Zwischendurch haben wir uns abgewechselt.

    In den letzten zwei Stunden hat man seinen Körper kaum noch gespürt.
    An der serbischen Grenze wollten sie uns nicht einreisen lassen – da versuchten wir, die Wachen auszutricksen. In der Nähe war ein Berg, um den wir anderthalb Tage herumgelaufen sind. Wir haben im Freien übernachtet, aber es war ein Albtraum, denn ich konnte einfach nicht schlafen. Da bemerkte ich, dass uns ein Mann auflauerte. Ich hatte schon schlimme Geschichten über bewaffnete Typen gehört, die schlafende Flüchtlingsgruppen überfallen und ausgeraubt haben. Also hab ich die gesamte Gruppe aufgeweckt und richtig Alarm gemacht. Einige Männer haben sich ihn geschnappt und durchsucht. Und tatsächlich hatte dieser Mann ein Messer dabei – offensichtlich plante er, uns etwas anzutun. Die Männer aus meiner Gruppe verjagten ihn. Ich konnte danach trotzdem kein Auge mehr zu tun.

    Das letzte Kapitel meiner Flucht

    Über Ungarn wollten wir nicht fliehen, weil wir wussten, was Flüchtlingen dort Schlimmes passieren kann. Wir fanden einen Mann, der uns für 1100 Euro pro Person mit dem Auto nach Österreich mitnahm. Man muss verstehen, dass diese Menschen Mafialeute sind, da muss man viel Geld bezahlen. Geht etwas schief, bekommt man sein Geld nicht zurück. Im Auto sollten wir uns die ganze Zeit ducken und uns schlafend stellen – acht Stunden lang. Der Fahrer war total panisch, dass man uns erwischt. Als wir in Wien ankamen, hat er uns schnell aus dem Auto gescheucht. „Geht! Geht! Geht!“ hat er uns nachgerufen. Wir wussten nicht wohin. Aber wir kannten jemanden in Wien, der uns ein Zugticket nach Deutschland buchte. Danach wollte meine Mutter mit uns unbedingt nach Holland, weil wir da Verwandte haben. 

    Ist Holland jetzt Heimat?

    Selbst nach einem Jahr: zu Hause zu sein ist ein anderes Gefühl. Zunächst wollte ich hier niemanden kennenlernen, ich habe ja schon Freunde in Syrien! Ich träume davon, in das alte Syrien zurückzukehren. So wie es vor dem Krieg war. Jeden Tag denke ich an die Menschen, die ich liebe und die noch in Syrien geblieben sind. Ich habe große Angst um sie – darum kann ich in Europa auch kein normales Leben führen. Diese Gedanken machten mich anfangs depressiv, aber nun geht es mir besser.

    Danke

    Unser Hilfsprojekt ist sehr stark. Menschen sollten darüber nachdenken, was sie tun können. Ich hoffe, wir haben damit Erfolg. Wir machen das schon!

    Yaras Geschichte kennst du jetzt. Trotz Ihrer eigenen Erlebnisse denkt sie vor allem auch an die Menschen, die noch in Syrien leben. Deswegen steht sie Pate für „Helfen Sie syrischen Babys in Not.“ Spende hier.

    „menschlichkeit steht
    dir am besten.“

jahre krieg
in syrien überlebt.

Somar

Ich kann kaum glauben, dass ich diese Flucht hinter mich gebracht habe.

Aber ich hatte nichts mehr zu verlieren. Als der Krieg ausbrach, stand ich unter Schock und dachte nur noch ans Überleben. Man ist dem Schicksal ausgeliefert und weiß nie, wann etwas passiert. Die Gefahr ist aber immer da. Man verhält sich nicht mehr normal, wenn man in Angst lebt.

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    Kein Leben

    Man überlebt, aber es ist kein Leben. Einige haben es nicht geschafft: Freunde von der Uni, Bekannte aus der Nachbarschaft und einige meiner Kindheitsfreunde sind im Krieg getötet worden. Ich habe sie für immer verloren.
    An 2014 erinnere ich mich gut: Ich sollte in jenem Jahr zum Militärdienst eingezogen werden, also verließ ich meine Heimat.

    Wo kann ich hin?

    Meine erste Station war Dubai, wo meine Mutter lebt. Ich bekam aber keine Aufenthaltsgenehmigung, reiste weiter nach Beirut und in die Türkei. Dort bin ich eine Weile geblieben und habe in einem Café gearbeitet. Erneut bekam ich aber auch dort weder Aufenthaltsgenehmigung noch Arbeitserlaubnis. Illegal irgendwo zu wohnen, ist kein Leben. Man kann nicht arbeiten und ist nicht versichert.

    Meine Flucht

    Mit einem Freund bin ich über die Balkanroute geflüchtet. Das war eine harte Reise, die stressig und mit sehr viel Leid verbunden war. Es war eiskalt. In Syrien sind wir solche Temperaturen nicht gewohnt. Manche Leute hatten unterwegs ihr Gepäck verloren und nichts Warmes zum Anziehen dabei. Wir haben geholfen und ihnen Kleidung geliehen.

    hilflos und ohne regeln

    Im Norden der Türkei gibt es ein großes Sumpfgebiet, durch das ein schmaler Fluss namens Evros fließt, der bis nach Griechenland führt. Diesen Fluss sind wir auf einem Gummiboot entlanggefahren. Als wir in Griechenland ankamen, wartete die Polizei schon auf uns. Es war wirklich hart für mich, weil ich noch nie im Gefängnis war. Es war grauenvoll und kalt da drinnen. Fünf Tage lang. Das Wasser konnte man nicht trinken. Die haben versucht, mit uns zu kooperieren, aber dann hätten sie uns nicht so behandeln dürfen. Anschließend verbrachten wir sieben Tage im Flüchtlingsheim. Hilfsorganisationen haben uns vielfach den Grenzübergang ermöglicht. Teilweise sind wir zu Fuß, teilweise mit der Bahn aus Griechenland durch ganz Mazedonien gereist. In diesem Land war die Polizei besonders brutal und hat Menschen geschlagen. Ich fand das entsetzlich, weil wir hilflos waren. Wir konnten ja nicht einfach hingehen und der Polizei erklären, was richtig oder falsch ist. Es gab keine Regeln mehr. Ich hatte Glück, dass ich nichts abbekam. Wir marschierten in der Dämmerung durch Serbien, wo uns der Morgentau richtig frieren ließ.

    In Kroatien warteten wir zwölf Stunden auf den Bus. Weiter ging es in Slowenien mit der Bahn. Als wir in Österreich ankamen, waren sie gerade dabei, die Grenzen dicht zu machen. Eine sehr gefährliche Situation entstand, als die Menschenmasse panisch wurde und alle schoben und drängelten. Darunter waren Kinder, die beinahe zerquetscht wurden! Wir haben versucht, die Leute von den Kindern wegzuschieben. Endlich schafften wir es nach Österreich. Von dort aus reisten wir nach Deutschland. Ein Jahr darf ich in Berlin bleiben.

    Mein neues Zuhause

    Mein erster Eindruck von Deutschland? Es ist verdammt kalt hier. Bei meiner Ankunft lag viel Schnee, aber das gefiel mir! Solche Winter gibt es in Syrien nicht. Ich habe Deutschland in der Weihnachtszeit kennengelernt. Ich liebe die Weihnachtsmärkte und den Glühwein!

    Was bleibt?

    Durch den Krieg hinterfragt man das ganze Leben. Die großen Pläne, die man einmal hatte, kann er binnen Sekunden zerschlagen. Jetzt habe ich aber wieder welche! Ich führe mit Freunden ein Café in Berlin, um den kulturellen Austausch zu fördern. Mit diesem Projekt wollen wir den offenen Dialog anregen, um an einer Lösung für den Syrienkonflikt zu arbeiten. Wichtig ist mir, die deutsche Sprache zu lernen und eine professionelle Ausbildung zum Barista, das ist ein Barkeeper für Kaffeespezialitäten, zu beginnen.

    Meine Zukunft

    Meine Motivation hält mich von dunklen Gedanken fern. Ich kann die Vergangenheit loslassen, indem ich Gutes tue. Von Tag zu Tag geht es mir besser, ich fühle mich stabiler.
    Aber manchmal holen mich die Erlebnisse dann doch in meinen Albträumen ein. Dann konzentriere ich mich auf das Jetzt und hoffe auf die Zukunft.
    Ich hätte damals sterben können – aber ich lebe und das soll etwas bedeuten. Nämlich, dass ich etwas tun kann.

    Sogar als Somar selbst auf der Flucht war, half er anderen und teilte seine warme Kleidung. Er steht Pate für das Hilfsprojekt: „Winterhilfe für Flüchtlinge aus Syrien im Libanon“. Hilf auch du mit einer Spende.

    „menschlichkeit steht
    dir am besten.“

terrorangriffe
überlebt.

Feras

Meine schönste Erinnerung an Zuhause: in der Altstadt von Damaskus mit Freunden abhängen und Tee trinken.

Ich wünsche mir diese Tage wieder zurück, aber es ist nicht möglich. Die meisten meiner Freunde sind tot – ich habe viele eigenhändig beerdigt. Die anderen sind verschollen oder außer Landes.

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    Leben mit dem Terror

    Es war zu gefährlich für uns junge Leute in Damaskus. Ich bin so traurig darüber, aber ich hatte keine Wahl. Ich musste fliehen. Überall herrschte Panik und Angst. Der Terror war allgegenwärtig. An jedem Ort und zu jeder Zeit konnten sich Schießereien oder Bombardements ereignen. Das Leben wurde unerträglich, alles immer teurer und man bekam keine Vorräte mehr. Mit dieser Angst wurde das Leben zum Albtraum.

    Dem Tode entkommen

    Es fühlt sich an wie gestern. Diesen Terror kann ich nicht vergessen, ebenso wenig das Geräusch der Kugeln, die an meinen Ohren vorbei geflogen sind.
    Einmal war ich in Damaskus bei einer Sicherheitskontrolle im Auto mit meinem Vater. Plötzlich knallte es von allen Seiten. Wir waren inmitten einer Schießerei gelandet! Die Kugeln flogen uns nur so um die Köpfe. Es grenzt an ein Wunder, dass wir es da lebend rausgeschafft haben. Wir sind dem Tode entronnen. Ohne körperliche Verletzungen, aber mit einem Trauma.

    ISIS

    Ein anderes Mal stand ich vor der Werkstatt meines Vaters unmittelbar neben einem Sicherheitskontrollposten. Drei bewaffnete ISIS-Kämpfer haben uns aus ihrem Wagen angegriffen. Sie richteten ihre Maschinengewehre direkt auf mich und die Kugeln verpassten mein Gesicht nur um wenige Zentimeter. Das Ganze dauerte etwa zehn Minuten. Solche Attacken sind immer schnell und dauern nicht länger als 15 Minuten. Die Gegend wird jetzt von ISIS kontrolliert.

    Mein Bruder und drei Cousins wurden im Syrienkrieg getötet. Sie waren alle beim Militär.

    die flucht

    Danach habe ich es dort nicht mehr ausgehalten. Ich wollte einfach nur raus aus Syrien, weit weg, aber ich wusste nicht wohin. Zuerst buchte ich ein Flugticket in die Türkei. Ein Freund riet mir aber davon ab, dort zu bleiben, weil es kein sicheres Land ist. Da fiel meine Wahl auf Deutschland. Ich hatte nur eine kleine Tasche dabei und keine Ahnung, dass es auf meinem Weg so kalt werden sollte …

    Meine Fluchtroute

    Ab Istanbul ging es los bis nach Izmir. Dort nahm mich ein Schmuggler in einem Gummiboot nach Griechenland mit. Anderthalb Stunden auf offener See mit 41 Menschen im Boot, darunter acht Kinder. Obwohl ich schwimmen kann, hatte ich große Angst. Es herrschte starker Seegang und wir hätten jederzeit sinken können! Es war wirklich gefährlich.

    Angst und Paranoia

    Als wir endlich in Griechenland ankamen, verbrachte ich dort ein paar Tage in einem Flüchtlingsheim, fuhr mit der Fähre nach Athen und dann weiter in den Norden Griechenlands. Zwei Nächte verbrachte ich an der Grenze zu Mazedonien. Schon da konnte ich kaum noch schlafen, weil ich unheimliche Angst vor Serbien hatte. Es ist bekannt, dass einen serbische Mafialeute beklauen, entführen oder wegen der Organe umbringen. Immer wenn ich große dunkle Männer sah, dachte ich, dass sie mich umbringen wollen.

    Ich war voller Angst und Paranoia. Die Mafia weiß, dass wir Flüchtlinge zum Teil viel Bargeld bei uns haben. Man muss es richtig gut verstecken. Ich hatte nur noch Angst.

    Zusammen ist man stärker

    Wie viele bin auch ich ganz alleine geflohen, ohne meine Familie oder Freunde. Da es sicherer ist, in Gruppen zu reisen, schloss ich mich 40 anderen Männern an. Zwei Tage waren wir in Serbien zu Fuß unterwegs, davon fünf Stunden durch einen stockdunklen Wald. Wir konnten absolut nichts sehen, aber auch keine Taschenlampen benutzen, sonst hätten uns die vorbeifahrenden Wachen erwischt.
    Wir liefen durch ein hohes Kornfeld. Dort dachte ich, ich müsse sterben, weil wir komplett die Orientierung verloren hatten und immer wieder im Kreis liefen.
    Unterwegs wurden wir von drei bewaffneten Männern bedroht, die 1000 Euro haben wollten. So viel Geld hatten wir nicht, also haben sie jedem von uns zehn Euro abgeknöpft.

    Als wir ein Dorf erreichten, nahmen wir ein Taxi nach Budapest. In Ungarn ist es gefährlich, weil die Polizei dort verschärft nach Flüchtlingen sucht. Auf der Suche nach dem Kontaktmann, der mich mit dem Auto nach Österreich bringen sollte, durfte ich also nicht auffallen. Ich fand ihn und wir fuhren bis zu einem kleinen Dorf nahe der deutschen Grenze. Mit dem Zug fuhr ich nach Hamburg weiter. Von dort konnte ich zunächst nicht weiter und irrte die ganze Nacht durch die Stadt. Hätte ich irgendwo geschlafen, wäre ich von der Polizei aufgegriffen worden.

    Schlaflos

    Seit Serbien hatte ich nicht mehr geschlafen: 33 Stunden!
    Ich habe ziemlich viel abgenommen während dieser Zeit. Die Angst und Müdigkeit zehrten an meinem Körper. Zu essen gab es nicht viel. Nur kleine Snacks wie Sandwiches und Kekse dazu Cola oder Wasser – nichts Richtiges. Meine Flucht dauerte elf Tage. Nun bin ich in Berlin.

    meine zukunft in berlin

    Ich finde es interessant, die deutsche Kultur kennenzulernen. Leider konnte ich mein Studium der deutschen Literatur in Damaskus nicht beenden. Gerne würde ich eine Ausbildung zum Beleuchter anfangen und mache dafür ein Praktikum an einem Berliner Theater.

    Meine Familie lebt inzwischen im Libanon. Ich bin der Einzige, der nach Europa geflohen ist. Ich habe eine kleine Tochter, mit der ich regelmäßig Kontakt habe. Wegen des Kriegs habe ich sie seit ihrer Geburt kaum gesehen … Ich musste sie zurücklassen.

    Feras hat auf seiner Flucht Entsetzliches erlebt. Damit es anderen besser ergeht, steht er Pate für das Projekt „Nothilfe für syrische Flüchtlinge – UNO-Flüchtlingshilfe“. Spende hier.

    „menschlichkeit steht
    dir am besten.“

minuten auf den tod
gewartet.

Rina

Vielleicht war es meine Bestimmung, nach Deutschland zu kommen.

Niemand verlässt sein Zuhause leichtfertig. Aber dann kommst du an den Punkt, an dem du nicht mehr normalen Dingen nachgehen kannst – alles ist blockiert. Du kannst dein Haus nicht mehr verlassen, nicht mehr in die Uni gehen oder arbeiten, weil es zu gefährlich ist. Plötzlich erfährt man, dass Bekannte gestorben sind.

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    Mein Wendepunkt

    Ich zog von Damaskus nach As-Suwayda, weil diese Stadt zum damaligen Zeitpunkt noch etwas sicherer war. Dort erlebte ich etwas, das mein Leben verändert hat:
    Ich war in einem Gebäude, das beschossen wurde. Mit eigenen Augen habe ich gesehen, wie Menschen starben.
    Man kann in dieser Situation nichts tun. Ich habe auf meinen eigenen Tod gewartet. 35 Minuten lang. Über alles, was bis dahin in meinem Leben passiert war, habe ich nachgedacht. Als der Angriff vorbei war, gingen die Leute hinaus. Niemand sprach ein Wort. Draußen spielten zwei Kinder inmitten dieser Katastrophe. Das hat mir das Herz gebrochen. Man wird durch so ein Ereignis erschüttert und plötzlich wachgerüttelt. Damals bin ich zu folgendem Schluss gekommen: Das Leben ist wirklich wichtig. Für mich stand fest, dass ich das Land verlassen muss und meine kleine Schwester mitnehme.

    Die Reisevorbereitung

    Wir haben Freunde gefragt, was wir für die Reise einpacken sollen. Nur das Allernötigste neben Klamotten, den wichtigen Dokumenten, Zertifikaten und Medikamenten, hieß es. Das Gepäck muss man lange Strecken tragen. Jede von uns hatte einen Rucksack dabei.

    Unsere flucht

    Auf unserer Flucht haben meine Schwester und ich viele Transportmöglichkeiten genutzt: Wir waren mit der Bahn, dem Auto, im Flugzeug und per Gummiboot oder zu Fuß unterwegs. Planen konnten wir kaum, alles ergab sich aus der Situation heraus. Wir marschierten einfach drauf los. Ohne Ziel. Wir haben uns hier und da nach Möglichkeiten erkundigt – daraus hat sich der weitere Weg ergeben. Wir hatten mehr Glück als andere, weil wir auf unserer Reise von NGOs unterstützt wurden. Wären sie nicht gewesen, hätte es sehr viel länger gedauert, über die Grenzen zu kommen!

    Die Gefahr auf dem Meer

    Während der Überfahrt von der Türkei nach Griechenland wäre unser Gummiboot beinahe auf dem offenen Meer gesunken – das war extrem gefährlich. Das Boot war offen und es regnete. Wir waren ungefähr 55 Menschen an Bord – zu viele für dieses Boot! Doch wir sind alle das Risiko eingegangen, lieber auf einem überfüllten Boot zu fliehen, als am Ufer zu bleiben. Zwischendurch fiel der Motor aus. Einer meiner Freunde reparierte die Maschine. Herzzerreißend war, dass sogar Säuglinge an Bord waren. Die Menschen flohen mit ihrer ganzen Familie. Als uns das Benzin ausging, riefen wir die griechische Küstenwache an. Sie konnte uns aber nicht helfen, da wir uns noch nicht in griechischen Gewässern befanden. Zwei Stunden lang waren wir vorher im Kreis gefahren, weil der Bootsführer die Orientierung verloren hatte! Eigentlich hätte man die Strecke in einer Stunde zurücklegen können. Nach über acht Stunden kamen wir endlich in Griechenland an. Von dort nahmen wir die Balkanroute.

    wir haben geholfen

    Auf unserer Flucht versuchten meine Schwester und ich sowie zwei Freunde von der Universität anderen zu helfen, denn wir sind jung, wir können das! Zum Beispiel trugen wir das Gepäck von älteren Menschen.
    In Ungarn trafen wir eine Familie mit Rollstuhlfahrer. Diese Menschen mussten auf ihrer Flucht wirklich leiden! Wir konnten diese Leute nicht einfach im Stich lassen. Also haben wir sie begleitet. Wir mussten kleine Bäche überqueren und haben für den Rollstuhlfahrer Wasserübergänge gebaut.
    Ich habe Babys von jungen Müttern getragen, weil sie selbst keine Kraft mehr dazu hatten. Sie waren Tag und Nacht zu Fuß unterwegs gewesen und am Ende ihrer Kräfte.
    Die Kleidung, die ich getragen habe, war bei meiner Ankunft in Österreich ziemlich kaputt – vor allem die Schuhe. Ich habe sie weggeworfen, nachdem ich mit ihnen etliche Kilometer durch Matsch und über Geröll gelaufen bin.

    Mein neues Zuhause

    Jetzt bin ich in Berlin. Ich hatte wirklich Glück, denn ich habe andere Syrer getroffen, die es viel schwerer hatten. Manche von ihnen waren drei oder sogar sechs Monate auf der Flucht, mussten wie Obdachlose hausen oder haben ihre gesamte Familie beerdigt.

    Mein Kunststudium konnte ich wegen des Krieges nicht beenden. Das geht auch in Berlin nicht, weil ich die Sprache noch nicht beherrsche. Derzeit mache ich einen Integrationskurs, lerne deutsch und wohne bei Freunden. Wenn ich mich an mein Zuhause in Syrien erinnere, denke ich am liebsten an das Yoga-Zentrum, wo ich Kinder und Erwachsene unterrichtet habe. Ich vermisse meine Schüler so sehr.

    Ich will etwas tun

    Ich möchte nicht einfach nur herumsitzen und leiden, sondern etwas für mein Land tun. Kämpfen kann ich nicht – also will ich Liebe verbreiten und anderen helfen. Ich mache viel Yoga und gebe ehrenamtliche Kurse, um die Leute hier zu unterstützen.

    Flüchtlinge in Deutschland

    Die Flüchtlinge, die ihr hier alle kennenlernt, wirken vielleicht locker und fröhlich, aber innerlich sind sie unter Stress und haben ein großes Trauma.
    Ich finde diese Kampagne toll, weil sie etwas für uns tut. Seitdem ich hier bin, merke ich, wie viele andere Flüchtlinge hier leiden. Sie wollen interagieren; sie wollen integriert werden! Diese Kampagne hilft uns dabei.

    Trotz eigener unglaublicher Strapazen hat Rina auf ihrer Flucht schwächeren Menschen geholfen. Sie steht Pate für das Projekt: „Syrien: Hilfe für Menschen mit Behinderung – Handicap International.“ Alle Infos dazu und eine Spendenmöglichkeit findest du hier.

    „menschlichkeit steht
    dir am besten.“

stunden orientierungslos
auf dem offenen meer.

Ghaith

Jeder weiß, was in Syrien passiert.

Aber es ist etwas ganz anderes, wenn man nur über den Krieg im Fernsehen hört oder der Krieg plötzlich dein eigenes Leben betrifft und dir deine Freunde für immer wegnimmt. Dann trifft es dich richtig hart. Ich habe den Krieg mit Giftgasangriffen und Attacken auf die Uni erlebt.

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    Meine Reise war kalt

    In der Türkei musste ich sehr lange in einem Wald irgendwo im Nirgendwo auf meinen Platz im Boot warten. Wie viele andere bin auch ich mit einem einfachen Gummiboot nach Griechenland gefahren. Der Schmuggler sagte, die Überfahrt würde höchstens anderthalb Stunden dauern. In Wirklichkeit brauchten wir aber sechs oder sieben Stunden, weil wir ständig die Orientierung verloren hatten. Ich hatte nicht die richtige Kleidung dabei, denn man sagte uns, wir sollten nur das Allernötigste mitnehmen. Es war so kalt wie im Herbst in Berlin – und ich trug nur ein T-Shirt. Es war so verdammt kalt … Wir hatten nicht genug zu Essen an Bord. Außerdem war das Boot komplett überladen und viel zu schwer.

    Und jetzt Deutschland

    Seit einem Jahr bin ich in Deutschland. Ich erinnere mich, dass kurz nach meiner Ankunft Deutschland in der Fußball-WM den Brasilianern den Pokal weggeschnappt hat. Das hat mir gar nicht gefallen, weil ich Brasilien-Fan bin!

    Ich habe als Übersetzer mit einigen Journalisten gearbeitet und sie wollten auch meine eigene Geschichte veröffentlichen. Ich wollte und will aber nur dann meine Geschichte teilen um anderen Flüchtlingen zu helfen und Bewusstsein zu schaffen. Allerdings kann ich bis heute noch nicht über alles sprechen.

    Ich möchte kein Mitleid, denn für mich sind das nur Erfahrungen, die mir nun die Kraft geben, anderen Flüchtlingen zu helfen. Ohne Beschäftigung habe ich mich hier schon nach einer Woche richtig gelangweilt.

    Da fing ich zum Beispiel an, bei „Über den Tellerrand“ aktiv zu werden. Über dieses Projekt veröffentlichen wir Kochbücher mit Rezepten aus unserer Heimat.
    Das war sehr cool: ich habe zusammen mit Bundespräsident Joachim Gauck gekocht!

    Meine Zukunft

    Natürlich möchte ich mein Architekturstudium fortsetzen, aber an der Uni in Potsdam muss ich wieder bei Null anfangen. Ich lerne bereits deutsch, damit es besser und schneller geht.

    Chancen für Flüchtlinge

    Wenn Menschen nicht richtig informiert sind, werden sie vielleicht nicht für uns und unsere Probleme empfänglich sein und nur das nachquatschen, was in TV-Talkshows Schlechtes über Flüchtlinge gesagt wird.
    Ich möchte nicht, dass Menschen uns nur aus Mitleid helfen, sondern weil sie wollen, dass sich unser Leben verbessert und wir es in dieser Gesellschaft zu etwas bringen. Wir haben nicht die gleichen Chancen wie Deutsche. Das möchten wir gerne verbessern und ich achte darauf, wenn ich bei Hilfsorganisationen arbeite.

    Für Ghaith ist Bildung der Schlüssel, um Krisen und Hass zu überwinden.
    Deswegen steht er Pate für „Ermögliche Geflüchteten ein Studium“. Spende hier.

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    dir am besten.“

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Web Design: Jessica Prautzsch / JPhoch3, Musik: Bernhard Raser (CØMÊ – ARP),
Foto-Assistent: Matic Blatnik, Visagistin: Sonja Shenouda